Wenn im Oktober die Bierbänke eingelagert werden und die Blätter fallen, beginnt für reine Freiluftbetriebe die Nebensaison. Viele Betreiber stellen sich dann eine grundlegende Frage: Was passiert in den kalten Monaten mit der Website?
Während der Vor-Ort-Betrieb ruht, suchen Gäste im Internet weiterhin nach Adressen für die kommende Saison, Firmen planen Sommerfeste und Spaziergänger prüfen an sonnigen Herbsttagen, ob vielleicht doch noch geöffnet ist. In diesem Leitfaden vergleichen wir zwei praxiserprobte Strategien für Ihren digitalen Auftritt in der Nebensaison.
Strategie 1: Der reduzierte Pausen-Modus
Beim reduzierten Pausen-Modus wird die Website auf ein Minimum heruntergefahren. Sie entfernen tagesaktuelle Inhalte wie Wochenkarten und schalten Reservierungsfunktionen vorübergehend ab. Auf der Startseite informiert ein zentraler Textblock darüber, dass der Betrieb geschlossen ist und wann voraussichtlich wieder geöffnet wird.
Typische Umsetzung in der Praxis
- Startseite bereinigen: Ein deutlicher Hinweisbanner ganz oben informiert: „Wir sind in der Winterpause. Wir freuen uns, Sie ab April wieder begrüßen zu dürfen.“
- Funktionen deaktivieren: Das Formular für die Online-Reservierung wird deaktiviert oder durch einen einfachen E-Mail-Hinweis für Sonderanfragen ersetzt.
- Speisekarte ausblenden: Saisonale Speisen- und Getränkekarten werden von der Website genommen, damit keine Missverständnisse zu alten Preisen entstehen.
Der Vorteil dieses Vorgehens liegt auf der Hand: Sie haben über den gesamten Winter hinweg minimale Pflegearbeit. Es können keine versehentlichen Reservierungen für geschlossene Tage eingehen, und Gäste erhalten eine unmissverständliche Botschaft. Der Nachteil ist jedoch, dass die Website für Monate stagniert und Interessenten für private Sommerfeste oder Firmenjubiläen kaum Orientierung finden.
Strategie 2: Der ganzjährige Informations-Modus
Beim ganzjährigen Informations-Modus bleibt die Website in vollem Umfang online. Alle Kerninhalte – von der Atmosphäre über das kulinarische Standardkonzept bis hin zu Bildern der Anlage – bleiben sichtbar. Ergänzt wird die Seite durch klare Hinweise zur Saisonpause und konkrete Kontaktmöglichkeiten für Vorab-Planungen.
Typische Umsetzung in der Praxis
- Saisonale Ankündigung im Header: Im sichtbaren oberen Bereich der Website steht das Eröffnungsdatum für das nächste Frühjahr sowie ein Hinweis zur Erreichbarkeit des Büros.
- Karten als Ausblick beibehalten: Die Sommerkarte bleibt sichtbar, idealerweise versehen mit dem Vermerk „Auszug aus unserem Sommerangebot – Änderungen zur neuen Saison vorbehalten“.
- Gruppenanfragen aktiv annehmen: Statt Buchungen komplett zu blockieren, wird gezielt auf Anfragen für größere Gruppen, Hochzeiten oder Firmenveranstaltungen für den kommenden Sommer hingewiesen.
Dieser Weg erfordert etwas mehr Sorgfalt bei den Formulierungen, zahlt sich aber aus: Gäste können sich bereits in den Wintermonaten einen Eindruck vom Angebot verschaffen, Fotos betrachten und Termine für Mai oder Juni vormerken. Suchmaschinen registrieren zudem weiterhin relevante Inhalte.
Beide Vorgehensweisen im direkten Vergleich
Die folgende Übersicht zeigt die wichtigsten Unterschiede beider Ansätze für den Betriebsalltag:
| Kriterium | Reduzierter Pausen-Modus | Ganzjähriger Informations-Modus |
|---|---|---|
| Pflegeaufwand im Winter | Sehr gering (einmalige Umstellung) | Gering bis mittel (gelegentliche Rückmeldungen) |
| Gruppenbuchungen für Sommer | Gehen meist verloren oder stocken | Werden frühzeitig im Winter generiert |
| Verständlichkeit für Gäste | Extrem eindeutig, keine Rückfragen | Benötigt präzise Datums- und Texthinweise |
| Sichtbarkeit bei Suchanfragen | Sinkt tendenziell durch fehlende Inhalte | Bleibt stabil über den Winter hinweg |
| Wiederanlauf im Frühjahr | Größerer Aufwand zur Reaktivierung | Schnelle Freischaltung der Saisonzeiten |
Entscheidungshilfe: Welcher Weg passt zu Ihrem Betrieb?
Wählen Sie den reduzierten Pausen-Modus, wenn:
- Ihr Betrieb über den Winter personell gar nicht besetzt ist und E-Mails nur sporadisch gelesen werden.
- Sie im Sommer ausschließlich Laufkundschaft ohne Vorab-Reservierungen bedienen.
- Zur kommenden Saison grundlegende Umbauten oder ein umfassender Konzeptwechsel anstehen, weshalb alte Speisekarten nicht mehr gezeigt werden sollten.
Wählen Sie den ganzjährigen Informations-Modus, wenn:
- Sie im Sommer regelmäßig größere Runden, Firmenfeste oder Familienfeiern ausrichten, die mehrere Monate Vorlauf benötigen.
- Ihr Büro auch im Winter an festen Tagen erreichbar ist, um Anfragen zu beantworten.
- Sie Stammgäste auch in der kalten Jahreszeit mit Neuigkeiten zur Vorbereitung der Anlage auf dem Laufenden halten möchten.
Wenn Sie im Sommer Buchungen über digitale Wege annehmen, prüfen Sie rechtzeitig, wie Sie Schaltflächen technisch anpassen. Hilfreiche Tipps zur Gestaltung der Verlinkung finden Sie im Beitrag Biergarten-Reservierungslink: Website-Button oder Textlink?.
Den Online-Auftritt in ruhigen Zeiten modernisieren mit BONTRIVO
Die Wintermonate eignen sich hervorragend, um die digitale Basis des Betriebs ohne Zeitdruck neu zu ordnen. Mit BONTRIVO verwalten Gastronomen in Deutschland und Österreich ihre eigene Website, die digitale Speisekarte, das Reservierungssystem und ihr Google-Unternehmensprofil über einen einzigen Login.
Änderungen an Öffnungszeiten oder Saisonhinweisen lassen sich auf der Website mit Bausteinen und Live-Vorschau schnell einstellen. Reservierungen über die eigene Website sind vollkommen provisionsfrei. Das Paket kostet 29 € pro Monat bei jährlicher Zahlweise (348,00 € pro Jahr, im Voraus fällig). Details dazu finden Sie auf unserer Preisseite.
## Häufige Fragen
### Sollte ich die Speisekarte im Winter komplett von der Website löschen?
Es genügt in der Regel, die Karte als saisonales Beispiel stehenzulassen und mit einem deutlichen Hinweis zu versehen. Wenn Sie das Angebot komplett überarbeiten, können Sie die PDF-Speisekarte vorübergehend deaktivieren und stattdessen eine kurze Übersicht typischer Spezialitäten im Text erwähnen.
Was muss ich im Google-Unternehmensprofil während der Winterpause beachten?
Tragen Sie im Google-Unternehmensprofil nicht einfach abweichende Öffnungszeiten von null Stunden ein, sondern nutzen Sie die Kennzeichnung „Vorübergehend geschlossen“. So wissen Gäste und Suchmaschinen sofort, dass es sich um eine reguläre Saisonpause handelt.
Wann ist der ideale Zeitpunkt, um die Website wieder auf Frühling umzustellen?
Der ideale Zeitpunkt liegt meist vier bis sechs Wochen vor der tatsächlichen Öffnung, oft Mitte Februar oder Anfang März. Zu diesem Zeitpunkt beginnen viele Gäste bereits mit der Wochenendplanung für die ersten warmen Frühlingstage.
Wie gehe ich mit Terminanfragen um, wenn das genaue Eröffnungsdatum vom Wetter abhängt?
Kommunizieren Sie einen voraussichtlichen Zeitraum wie „Geplante Eröffnung Mitte April bei passender Witterung“. Für geschlossene Gesellschaften oder überdachte Bereiche können Sie feste Termine vereinbaren, während normale Tischreservierungen erst kurzfristiger freigeschaltet werden.