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Saisonale Barkarte: Zusatzkarte oder Komplettwechsel?

Zusatzkarte oder neue Gesamtfassung? Erfahren Sie, wie Sie Ihre saisonale Barkarte auf Website, Google-Profil und vor Ort ankündigen.

Wenn die Tage kühler werden und warme Aromen, dunkle Spirituosen oder Heißgetränke gefragt sind, stellen viele Bars ihr Angebot um. Dabei stellt sich jedes Mal dieselbe Frage: Bringen Sie für den Herbst und Winter eine kleine, separate Sonderkarte heraus oder überarbeiten Sie die gesamte Barkarte in einem Zug?

Beide Methoden haben in der Bar-Praxis ihre Berechtigung. Entscheidend ist, wie reibungslos die Gäste online und vor Ort über die Umstellung informiert werden. Ein Blick auf die beiden Wege zeigt, welcher Ansatz zu Ihrem Betrieb passt und wie Sie die Ankündigung organisieren.

Weg 1: Die separate Saisonkarte als Einleger

Bei dieser Vorgehensweise bleibt Ihre reguläre Barkarte unverändert bestehen. Sie ergänzen das Angebot lediglich um drei bis sechs saisonale Drinks – etwa herbstliche Punschkreationen, fassgelagerte Drinks oder winterliche Highballs.

Umsetzung vor Ort

Im Barbereich legen Sie die Sonderkarte als kleinen Einleger in die bestehende Karte, klemmen sie an ein separates Brettchen oder stellen Aufsteller auf die Tische und den Tresen. Der Vorteil liegt auf der Hand: Ihre Barcrew muss keine völlig neuen Abläufe lernen, sondern bereitet lediglich eine Handvoll zusätzlicher Rezepturen und Zutaten vor.

Ankündigung auf Website und Google

Online lässt sich eine separate Karte schnell kommunizieren, ohne das Grundgerüst anzutasten:

  • Website: Platzieren Sie die Saisonkarte als eigenständiges PDF oder hervorgehobenen Bereich direkt auf der Startseite oder unter Ihrer Getränkeübersicht. Was dort hineingehört, zeigt die Übersicht zu den wichtigen Inhalten einer Gastronomie-Website.
  • Google-Unternehmensprofil: Veröffentlichen Sie einen kurzen Beitrag mit einem Foto der neuen Drinks. Ein Textbeispiel dafür: *„Ab sofort am Tresen: Unsere Herbst-Specials mit Birne, Zimt und Bourbon. Nur für kurze Zeit.“*
  • Aushang: Ein gut lesbarer Aufsteller im Eingangsbereich oder im Schaufenster holt Gäste ab, die spontan vorbeilaufen.

Weg 2: Der vollständige Austausch der Barkarte

Beim Komplettwechsel wird die bestehende Karte archiviert und durch eine grundlegend überarbeitete Version ersetzt. Sommerliche Spritz-Varianten und frische Frucht-Cocktails weichen schweren, würzigen Rezepturen.

Umsetzung vor Ort

Die alten Karten werden komplett von den Tischen und aus den Mappen entfernt. Dieser Schnitt verhindert, dass Gäste Getränke bestellen, die mangels frischer Zutaten nicht mehr gemixt werden können. Allerdings muss das Barteam alle neuen Positionen, Preise und Rezepturen gleichzeitig beherrschen.

Ankündigung auf Website und Google

Ein Komplettwechsel verzeiht keine halben Sachen. Veraltete Online-Informationen führen am Tresen schnell zu Diskussionen:

  • Website: Tauschen Sie das verlinkte Menü vollständig aus. Wenn Sie eine modulare Website für die Gastronomie nutzen, aktualisieren Sie die Textbausteine oder laden das neue Karten-PDF hoch, sodass der bestehende QR-Code direkt auf die neue Fassung verweist.
  • Google-Profil: Passen Sie Ihre Angaben an und informieren Sie Stammgäste in einem Beitrag über den Neustart: *„Unsere neue Karte ist da: Entdecken Sie unsere neuen Eigenkreationen für die kalte Jahreszeit.“* Wie Sie Ihr Profil grundsätzlich aktuell halten, erläutert der Leitfaden zum Google-Unternehmensprofil für Gastronomiebetriebe.
  • Schaukasten: Tauschen Sie den physischen Aushang am Tag des Kartenwechsels vor Ladenöffnung aus.

Die beiden Ansätze im direkten Vergleich

Welcher Weg für Ihre Bar sinnvoll ist, hängt vom Arbeitsaufwand, der Struktur Ihres Angebots und den Erwartungen Ihrer Gäste ab:

KriteriumSeparate SaisonkarteVollständiger Kartenwechsel
VorbereitungszeitGering (wenige Zutaten)Hoch (gesamtes Sortiment)
Pflege der KanäleNur Zusatzhinweis nötigAlle Dokumente austauschen
VerwechslungsgefahrMittel (Gast übersieht Einleger)Sehr gering (nur eine Karte aktiv)
FlexibilitätHoch (schnell beendet)Gering (bleibt meist Monate aktiv)
EignungKlassiker-Bars, PubsKonzept- und Cocktailbars

Schritt-für-Schritt: So gelingt die Ankündigung

Unabhängig davon, welchen Weg Sie wählen, entscheidet das richtige Timing über den Erfolg der Aktion:

  1. Drei Tage vorher vorbereiten: Speisekarten drucken, PDF für die Website erstellen und Texte für Beiträge vorschreiben. Prüfen Sie, ob alle Zutaten für die neuen Drinks im Lager sind.
  2. Am Tag der Umstellung (nachmittags): Laden Sie die neue Karte auf der Website hoch. Veröffentlichen Sie den Beitrag im Google-Unternehmensprofil. Gäste, die tagsüber für den Abend einen Tisch suchen oder prüfen, wann geöffnet ist, sehen sofort das frische Angebot.
  3. Kurz vor Öffnung der Bar: Tauschen Sie den Schaukasten an der Tür aus und bestücken Sie die Tische. Informieren Sie das Serviceteam nochmals kurz beim Briefing über die empfohlenen Drinks.
  4. Reservierungen im Blick behalten: Wenn Sie für den Abend ein Reservierungssystem für Bars einsetzen, können Sie bei Nachfragen sofort sehen, welche Tische für Gruppen reserviert sind, die gezielt nach dem neuen Angebot fragen.

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Wer Website, Speisekarte und Google-Profil nicht über verschiedene Logins pflegen möchte, kann dafür BONTRIVO nutzen. Die Software verbindet die eigene Website, digitale Speisekarten, Online-Reservierungen und das Google-Unternehmensprofil in einem Zugang für 29 € pro Monat (bei jährlicher Zahlweise, Details unter Preise). Saisonale Karten lassen sich als PDF mit festem Link und QR-Code bereitstellen, während Google-Beiträge direkt aus dem Login heraus veröffentlicht werden können.

## Häufige Fragen
### Wann sollte die Ankündigung online gehen?
Schalten Sie die neuen Inhalte genau an dem Tag live, an dem die Barcrew die Drinks tatsächlich mixen kann. Wenn Sie die Karte zu früh veröffentlichen, fragen Gäste nach Zutaten, die noch nicht vorbereitet sind.

Lohnt sich ein Aushang im Schaufenster überhaupt noch?

Ja, denn viele Bargäste entscheiden spontan beim Vorbeigehen über den Besuch. Ein sauberer, beleuchteter Aushang mit zwei oder drei hervorgehobenen Saison-Highlights senkt die Hemmschwelle, die Bar zu betreten.

Wie viele Saison-Drinks sind auf einer Zusatzkarte sinnvoll?

Drei bis maximal sechs Positionen reichen meist völlig aus. Zu viele Optionen überfordern den Gast und erschweren die Vorbereitung an der Barstation während der Stoßzeiten.

Was passiert mit alten Google-Beiträgen nach Saisonende?

Google-Beiträge archivieren sich nach einiger Zeit von selbst in der Historie. Wenn eine Sonderaktion vorzeitig endet, können Sie den Beitrag im Profil löschen oder mit einer kurzen Notiz aktualisieren.

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